Leben in der Fremde

Ein Wort, ein falscher Blick und man wird wieder an alles erinnert.
Es ist schwer immer daran zu denken, dass man tatsächlich zu dieser Familie gehört. Ich fühle mich von Tag zu Tag fremder.
Woran das liegt?
Vielleicht daran, dass mir meine Familie nichts zu sagen hat und ich ihnen nichts. Vielleicht aber auch, weil ich gemerkt habe, dass es nichts bringt, wenn ich versuche mit ihnen zu reden.

Sie beharren auf ihre Meinung, weil sie ja die Erfahrenen sind und alles besser wissen. Dass sie auch mal falsch liegen können, kommt ihnen nicht in den Sinn. 

Es ist für mich jedes Mal schwer ein Gespräch anzufangen, weil mir ständig in meinem Hinterkopf schwebt, was sie mir alles angetan und mir an den Kopf geworfen haben. Manchmal denke ich mir, dass ich die Vergangenheit einfach hinter mir lassen sollte. Aber es braucht manchmal eben nur ein falsches Wort, ein falscher Augenblick und die Wunden reißen wieder auf.

Ich entfremde mich immer mehr von ihnen und sie scheinen das nicht zu bemerken oder sie ignorieren es bewusst. Irgendwann werden sie zu spät merken, dass es ein Fehler war.

3.12.08 19:09

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