Fremde und Erinnerungen

Heute war ein stressiger Tag und als ob das nicht reichen würde, musste ich mir zu Hause anhören, wie viel Arbeit am Wochenende auf mich warten würde.
Ich meine, wen interessieren schon die Klausuren, die ich nächste Woche schreiben muss.
Aber das lasse ich mir nicht bieten. Ich verschwinde morgen früh, damit ich meine Ruhe habe.

Mein Vater hat mich seit dem Drogenvorwurf keines Blickes mehr gewürdigt und es macht mir nicht mal was aus. Früher hätte ich mich in mein Zimmer verkrochen und geweint, weil ich mich einsam und missverstanden fühle.
Aber heute ist alles anders. Ich habe gelernt, dass es nicht meine Schuld ist, wenn ich mich mit meinen Eltern gestritten habe. Sie haben es geschickt gemacht mir Schuldgefühle einzureden. Mittlerweile zieht diese Masche nicht mehr. 
Klar ist es manchmal zu viel für mich, wenn es mal wieder einen Streit gab. Und danach geht es mir auch eine Weile schlecht, aber ich komme besser damit klar.

Meine Gefühle gegenüber meinem Vater haben sich komplett geändert. Ich fühle nichts mehr für ihn. Ich bin seine Tochter, die ihn enttäuscht hat und das werde ich wohl immer bleiben. Er wird sich nichts ändern.

Ich wünschte, ich könnte wieder Keyboard spielen. Das hat mir früher immer geholfen alles zu vergessen. Ich bin in eine andere Welt abgetaucht und habe für einen Augenblick meine Sorgen und Probleme vergessen. Diese Augenblicke wünsche ich mir wieder zurück.

12.12.08 19:48

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