Ferien und andere Erkenntnisse

Grauenhaft. Schon wieder Ferien. Eigentlich ist es gar nicht so schlimm, würde ich nicht erfahren haben, dass mein Vater nicht mehr arbeiten geht. Jetzt begegne ich ihm noch häufiger.

Ich versuche so viel Zeit wie nur möglich in meinem Zimmer zu verbringen und je nach Möglichkeit auch rauszugehen. Die letzten Tage waren echt anstrengend und auch langweilig. Aber ich habe das Gefühl, dass ich besser damit klar komme. Vielleicht weil ich mich nicht mehr auf jede Diskussion einlasse. Vielleicht auch, weil ich mich nur um mich kümmere.

Ich war diese Woche bei meiner Stimmtherapie. Meine Stimme ist immer noch weg und es hat sich nichts gebessert. Diagnose: psychogene Aphonie. Wie sich das anhört. Und das alles nur wegen meiner Situation hier zu Hause. Meine Therapeutin hat auch gesagt, dass sich meine Lebensumstände ändern müssen. Mein Körper reagiert nämlich auf solche Veränderungen. Das war schon immer so. Wenn ich ein ungutes Gefühl oder wieder einmal einen Streit mit meinen Eltern hatte, hat sich das immer auf meine Gesundheit ausgewirkt. Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen. Und jetzt streikt mein Körper völlig. Meine Stimme ist weg und mein Körper signalisiert mir damit, dass er nicht mehr kann.

Ich werde schon sehr bald eine Entscheidung treffen müssen, die mein Leben verändern wird. Davor habe ich aber große Angst. 
Das wird alles verändern und vielleicht werde ich auch mit meiner Familie brechen müssen. Aber ich habe nur diese eine Wahl: Familie oder meine Gesundheit. Beides geht nicht und ich glaube das wird eine schmerzvolle Erfahrung für mich werden.
 

26.12.08 11:05

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